Archive for the ‘Hong Kong’ Category

h1

Last Petrol for 500km

April 23, 2006

Willkommen im Outback. Vergangene Woche habe ich mich auf eine einwöchige Safari entlang der Westküste Richtung Norden mit der Enddestination Exmouth begeben.

Zu überwindende Distanz: 3500km

Menschen die mit mir unterwegs waren: 37 andere Studenten.

Längste Straße: In beide Richtungen gerade Straße bis zum Horizont. Schwer zum Sagen wie lang sie war, aber wir sind rund 4 Stunden entlang gefahren. Einmal habe ich mich in die Mitte der Straße gelegt um ein Foto zu schießen, da sah ich einen Bus am Horizont auftauchen. Später hab ich eine Zigarette geraucht und als sie aus war, hat uns dieses Fahrzeug passiert.

Besuchte Plätze: Salzwüste, Pineacle Forrest (Versteinerte Baumstümpfe die in der Gegend herumstehen in der Wüste), Riff inkl. Rifftauchen, Sandwüste, Farm mitten im Nirgendwo um bei stockdunkler Nacht den unglaublichen Sternenhimmel über Australien zu begaffen, Nationalparks inkl Dingos, Kängurus und Quokkas (Kleines Mistviech), Shelf Beach (Strand der rein aus weißen Muscheln besteht), einem Spaziergang über ein seichtes Riff,

Aktivitäten: BBQ am Strand, Champagner Trinken bei Sonnenuntergang, Rifftauchen, Haitauchen (Das war aufregend! 2 Meter ohne Schutz neben einem 2 Meter Riffhai, und davon sind rund 10 um dich herum geschwommen), Mantarochen Tauchen (Noch viel schlimmer, die Biester werden bis zu 5 Meter groß und 2 Tonnen schwer… aber zum Glück völlig harmlos), Walhai Tauchen, Seekuh Tauchen, Korallenriff Tauchen (Wunderprächtig!), überhaupt extrem viel Tauchen, viel Alkohol trinken und Mafia spielen (Kartenspiel für 10+ Leute) am Abend, jeden Tag andere Spezialitäten zu Essen (unter Anderem Känguru welches in Etwa wie Rind schmeckt nur viel stärker), am Strand faulenzen und abhängen, mehr Biere trinken, Sternenhimmel bewundern, nochmals Sternenhimmel bewundern, Sonnenuntergang schauen, durch einen Grand Canyon stapfen (und dabei Abermillionen von Fliegen abwehren), Krokodile begutachten, einen Ozeanpark besuchen inkl. Tiere gucken, tausende Kilometer auf der Straße zurücklegen mit Wind im Gesicht, Salz und Sand an den Füßen, Schweiß unter den Armen, Kopfhörern auf den Waschln und U2, viele viele Stunden filmen, am Meer stehen und Cliffs betrachten, Kampfsportartübungen auf Felsvorsprüngen, Delphine füttern (Die nicht dressiert sind sondern einfach im Meer schwimmen und bis auf 20cm an einen herankommen, und das um 6 Uhr morgens…), und all diese lustigen Sachen.

Dümmste Angewohnheiten: (a) blöde Kanadierin die immer weil sie glaubte es sei lustig geyellt hat "Can i have a woop-woop" worauf hin ihre dummen Tussifreundinnen Woop-Woop geyellt haben. Der Schmäh ist aber zum Glück schnell versunken weil ihn keiner lustig fand ausser der Ausführenden selbst. (b) Haben 3 Deutsche die mit auf dem Trip waren angefangen, nach jedem Bierrülps "Schulz" zu sagen und dabei den Daumen auf die Stirn zu heben, was in einer richtigen Pandemie geendet ist – plötzlich schultzte jeder rum, was ziemlich dämlich ist. (c) Habe ich mir erlaubt das Wort disgusting in einem falschen Kontext während eines Kartenspieles zu verwenden, woraufhin es zu einem Dauerbrenner wurde… plötzlich war für jeden alles disgusting (was soviel heisst wie widerwärtig). Wie lustig. 

Längste Angstphase: Natürlich NICHT mit den Haien. Aber in der Wüste sind plötzlich alle verschwunden (Sie haben mich und Judith vergessen weil wir etwas weiter entfernt vom Bus eine Fotosession gemacht haben) – inkl den Trailern. Wir sind wie die Blöden herumgerannt und haben gesucht (Was sehr schwer ist im Sandland) bis dann endlich hinter einer Düne diese Deppen gestanden sind und auf uns im Bus gewartet haben. 

War eine wunderbare Woche, manchmal sind mir diese ewig langen Busfahrten gewaltig am Wecker gegangen doch das war dann immer irgendwie verkraftbar. Viel über mich selbst nachgedacht, manche einsame Momente genoßen, in manchen geweint. Dinge getan die ich wahrscheinlich nie wieder machen werde, und natürlich alles auf Band/Tape/Film festgehalten. Einen 800er ASA mit 200 belichtet (Ärger hoch drei!), viele neue Menschen kennengelernt (Vor allem Kanadier und Südafrikaner), ein paar neue Freunde gefunden (Vor allem Norweger… schön langsam hab ich das Gefühl Norwegen könnte ein wirklich wunderbares Land sein bei den netten Menschen die ich von dort bereits kennengelernt habe), meine Augen an schönen Frauen geweidet (vor allem an den Tauchtagen ;-) ), zurückgelehnt und die Zeit Zeit sein lassen. Ging vor Allem sehr gut beim Bier im Sonnenuntergang am Strand. Ui wie romantisch.

Freu mich schon sehr auf Ende Juni wenn die Uni dann vorbei ist und ich mich aufmachen kann zum 2 Monate through whole Australien Trip aufmachen kann!

More to come… 

h1

Hong Kong!

February 14, 2006

Wenn man Eines ganz besonders für HK herausstreichen kann, dann, dass es GROß ist. Nicht nur groß. GROß. Sehr GROß. Unglaublich GROß. Durch HK spazierend denke ich dann doch ab und an an Shrek’s erste Begegnung mit der Burg Lord Farquaads.

Some (and some wertfreie) things you should know about HK.
—————————————————————————————————————————
(*) HK Chinesen, egal wie, egal wo, egal wann, fahren prinzipiell auf der falschen Straßenseite. Das haben Sie vermutlich den englischen Unterwerfungsversuchen zu verdanken.

(*) HK Chinesen lachen nicht und sie weinen nicht. Und sie schnäuzen sich nicht, sie rülpsen nicht, sie furzen nicht, sie ziehen keine Grimassen, sie spucken nicht auf die Straße, sie rauchen nicht, kurzum, sie tun sehr wenig. Atmen ist wahrscheinlich erlaubt. In den eigenen 4 Wänden wirds dann doch wohl anders sein, auf der Straße kommt man sich vor wie in einem Kindergarten, weil der gute Vater Staat (Obgleich HK seit einigen Jahren ja eine “special administrative region” außerhalb KPischer Einflußsphären ist) alles in Form von Straßen- und Hinweisschildern vorschreibt bzw. die Erziehungsrolle einnimmt (Schild in der U-Bahn: “Dont follow your natural call of nature in the Underground”, Im Park: “Dont walk faster than 5km/h”, mit Schild, Am Hafen: “Dont throw litter into the water – 5000HKD penalty + 6 months imprisonment”). Kein Schmäh.

(*) Das größte Gebäude in HK hat einen rundlichen Querschnitt, ist am Boden recht breit, wird aber ziemlich schnell sehr schmal, verfolgt nach oben hin eine olivenartige Formgebung und wird oben dann wieder ein bisschen dicker.

(*) Wenn man in HK an einer Straßenüberquerung (Zebrastreifen) steht, und das grüne Walk Licht zu blinken beginnt, kann man ruhigen Gewissens noch schnell eine rauchen bevor man entgültig über die Straße geht. Gleiches gilt fürs Warten bei einer Rot Phase.

(*) Wer in einem Geschäft etwas kauft, und nicht SOFORT den genannten Preis um die Hälfte herunterhandeln will, wird nur dumm angeschaut, darüber hinaus ausgelacht und (wahrscheinlich) schlußendlich darüber belächelt, den (scheinbar horenden) Preis bezahlt zu haben (Man spricht aus Erfahrung mit einem PSP Kauf).

(*) HK ist noch viel größer als man annehmen würde.

(*) HK Chinesen, die für den Sicherheitsdienst arbeiten und bei einer Geldverladung in den Transporter Wache spielen, haben eine Mordsgaudi mit ihren Schrotflinten und posen damit herum.

(*) HK Chinesen wird ein europäisches Schönheitsideal diktiert. 70% der Plakatwerbungen, Fotos, Poster, whatever zeigen EuropäerInnen.

(*) Apropo Plakate: In Geschäften, die mit europäischen Schifahrern in voller Montur werben, sollte man nicht davon ausgehen, Schikleidung und Schier kaufen zu können. Eher Parfüms und Brillen.

(*) Essen in HK ist nicht definier- und zuordenbar. Es schmeckt gut, es lässt sich aber nicht sagen woraus es eigentlich gemacht ist.

(*) HK Parks sind eine Weltneuheit – sie sehen größtenteils alle gleich aus, und beschränken sich darauf, den “Besucher” einzuschränken, wo es geht. Man hat nur einen 3 Meter breiten Weg zur Verfügung, auf dessen Seiten zirka 2 Meter hohe Stahlzäune mit Stacheldraht oben (!!) das weitere Eindringen in die Pampas verhindern. Würde sich allerdings auch nicht lohnen, da zwar Bäume herumstehen, diese aber, und das ist das eigentlich unglaubliche, vollkommen einzementiert sind. Auch der Boden. Alles. Nur ein paar Drenagen, Rest ist Zement. Vorstellen: Fußballfeld, alles Gras weg, Zement her, nur die Tore schauen ausm Zement raus. Tor = Baum.

(*) Wer in HK ein Auto hat (Und das sind nicht viele, obwohl extrem viel Verkehr>Taxis), der ist quasi dazu angehalten, das Auto zu einer Rennmaschine umzubauen und aufzumotzen. Need for Speed bei 80% aller Autos. Und nicht so harmlos wie “unsere” GTI Prolos. Bestes Ding: Pulsierende Unterbodenleuchten und Frontleuchten als Parklichter bei stehendem Auto.

(*) HK Musik klingt sehr eigenartig, popig, chinesisch. Sonst gibts nix. Zumindest hab ich die Underground Indie Pop Rock Jazz Clubs für pseudointellektuelle Wannabe Weltreisende nicht gefunden.

(*) Frauen sind Waren, Strich drunter. Kann man jeden Tag millionenfach auf der Straße und Abends in so ziemlich allen Lokalen erleben. Dressing Code: Je kürzer der Rock, umso mehr Blicke und umso wahrscheinlicher ein geteilter Schlafplatz, möglichst “westliches” Schminken und – äußerst wichtig – “großschminken” der Augen auf “europäisches” Niveau.

(*) Als durchschnittlicher Europäer ist es einem in den Schoß gelegt, ständig den (physischen) Überblick zu wahren. Ausser die Frontfrau trägt High Heels.

(*) HK Chinesen glauben nur, das sie Englisch sprechen können. Das Gegenteil davon entspricht ziemlich genau der Realität.

(*) Es ist nicht sehr vorteilhaft, in HK von Demokratie zu sprechen. Eine Freundin von mir studiert momentan an der HK University, und sie wurde in einer Einführungsvorlesung für Journalistik gefragt, wie Europäer den Terminus politics beschreiben. Als Sie über demokratische Systeme in Europa zu sprechen begann, zog ihr die Lektorin das Mikro weg und meinte sowas in der Art von “Wie man sehen kann entwickeln sich auch andere politische Systeme… und aus”.

(*) Kaffee in HK ist ungenießbar. Und aus. Das Wasser schmeckt unglaublich schlecht, wenn man “daheim” aus einem Swimming Pool trinkt, hat man in Etwa 1/10 des HK typischen Chlorgehalts zu sich genommen.

(*) Fotografiere keine HK Chinesen.

(*) Alle Toiletten, ob privat oder öffentlich, sind zirka 30 Zentimeter niedriger (man sitzt fast am Boden) und sie tragen alle die Aufschrift “Original American” und “Dont use Drugs”.

(*) Bezeichne NIE eine HK Chinesen als Japaner. Äußerst schlechte Idee.

(*) Es gibt so gut wie keine Tiere in HK, aber hunderttausend Geschäfte, in denen man welche kaufen kann.

(*) Es gibt in HK ein bayrisches Bierlokal in Traditionsfarben Blau/Weiß.

(*) HK’ler tragen Uniformen in allen Schulwegen.

(*) Zu guter Letzt muss ich sagen, dass mir HK wunderprächtig gefallen hat, auch wenns etwas stressiger war und der 24/7 Dauerbetrieb doch, nach einem 19 Stunden Gewaltflug Vienna-London-HK, an die Substanz geht. Und natürlich schwingt hier auch ein bisschen Sarkasmus mit, die Leute dort waren durch die Bank äußerst höflich und freundlich, und wenn man sie nicht verstanden hat (HK Chinesen können nur auf dem Papier englisch) dann sind sie auch bereit es solange zu wiederholen bis es auch der dümmste Europäer verstanden hat. Mein Ausflug zur Buddha Statue könnte hier sicher eine eigene Geschichte vertragen… Einen Besuch und ein bisschen (Er-)Leben dort ist die Stadt und deren Menschen auf alle Fälle wert, zum Leben überhaupt wär sie für mich persönlich dann aber doch -nix.

Ach ja – und HK ist unglaublich GROß.

—————————————————————————————————————————
Und ein paar Bilder gibts auch
—————————————————————————————————————————

HK Skyline #2
Die Skyline des Hafenviertels.

HK Skyline #1
Und nochmals.

HK Bayern
Hong Kong Bayern.

Ski
Ski or Die!

Air
AoAC – The Army of Air Conditioneers.

coffee
Coffee and Cigarettes. Once and never again.

park
Spaziergang im Park.

CIMG0166.jpg
Und wennst des net tuast, daun…!

CIMG0170.jpg
Des derfst a net!

speed
Und wehe!

emperor
China Feldzug.

plants
Könnt aber net schaden…

photo
Die Waffe der Waffen.

fish
Wenn ma da a Stecknadel hätt.

essen
Nudeln auf Vietnamesisch.

car
Ohne Worte (Ausser Diesen).

ifc
Der IFC – International Finance Tower (of commercial potence).

mode
HK Mode.

night
Nachtaktiv.

schildkroete
Vorm Wohnhaus…

park
Und wieder mal ein (Beton-) Parkbesuch.

tschick
Umweltverschmutzer – Nazi.

psp
I’m walking, down the street…

farben
Commerzbank. Die Bank zum Erfolg.

farbe2
Funny Games!

travelmate
Travelmate.

judith
Meine Mitreisende, Judith Stern ausm MMA2004 Semester.

focus
Unscharf – Scharf – Unscharf. I bin mir net so ganz sicher. Aber immer sicherer.