Archive for March, 2006

h1

Quotes

March 29, 2006

/Bestimmung ist der Luxus, sich keine Angst leisten zu können./

/Der Mensch ist ein Baum. Stärke und Weisheit kommen mit dem Alter, und es wird immer schwieriger zum Kern vorzudringen./

/Leben in einer freien Welt, in der Freiheit unfreier nicht sein könnte./

/Das Schönste am Filmemachen: Menschen bezahlen, um Deine Gedanken lesen zu dürfen./

/Man sagt, dass Glück keine Endstation, sondern mehr die Frage des Reisens ansich ist./

/Meine letzte Frau hat mir mein Leben genommen./

quote myself. 

h1

To be continued

March 29, 2006

Nach der unten beschriebenen Eingewöhnungsphase in das universitäre Dasein ist alles halb so schlimm. Ich hab mich wieder halbwegs gefangen und (wehmütig) auch ein wenig die Ansprüche zurückgedreht die ich an dieses Auslandssemester gehabt habe. Einige Sachen haben sich auch einfacher ergeben: Auto hab ich zwar keines, dafür kann ich mir wenn ich will das Auto meines Wohnungskollegen ausborgen. Und es is a ziemlich a stressige Angelegenheit auf der falschen Strassenseite zu fahren. Aber passiert is mir bis jetzt a nu nix. Ausser dass sich die Einheimischen wahrscheinlich über diese dahinkriechenden Vollidioten (aka mich) ärgern. Dummerweise hat das Auto eine Automatikschaltung. Was des Ganze a bissal fader macht.

In 2 Wochen werd ich auf Safari düsen, da sind dann Osterferien. Das wird hier im Übrigen ähnlich wie zHaus zelebriert, mit all diesen dummen Eiersuchenden und den Schokohaserln. Allerdings ist Österreich das einzige Land soweit mir bekannt in dem man die Eier auch aneinanderstößt, ugs Eierpeckn. Owa da wittere ich ja schon den Auftrag dieses nutzlose Kulturgut anderen Völkern näherzubringen. Auf einer Safari durch die Wüste. Wo versteckt man in der Wüste blaue Ostereier ohne dass ein Autorases bei 300 Sachen ausweichen muss?

Was kann ich noch so sagen wie ich mir die Zeit totschlag (Primär die bis es Wochenende wird, sekundär die bis es endlich soweit ist dass ich meine Landreise antreten kann und nicht mehr lokal an die Uni gebunden bin).

Ich habe mir bereits die Star Wars Sixologie, die Jurassic Park Trilogie, die Indiana Jones Trilogie, die Back to the Future Trilogie, Apocalypse Now sowie 2001 und Ghost in the Shell zu Gemüte geführt.

Ausserdem habe ich käuflich Fußpuder erworben, meine PSP modifiziert sodaß ich nun auch Quake drauf spielen kann (hö!-des geht), Linux auf meinem iPod installiert was ausser blöd Herumspielen gar keinen Sinn macht (höhö), herausgefunden, dass die Deppen auf da Uni das Masterkennwort des WLAN Routers des gesamten Campus auf DEFAULT gelassen haben (höhöhö), viel Zeit bei One-Man-Army Spaziergängen verbracht, unter Bäumen gelegen und gelesen, erst ein einziges Mal erfolgreich die Wäsche gewaschen (Nämlich heute), meine Haare abgeschnitten, in einem Luxusrestaurant um 80€ gegessen (Mit Blick auf Perth City), massenweise U2, Grönemeyer und STS "organisiert", ein paar Storyboards gezeichnet, Model gestanden für ein Fotoshooting, in der Nacht durch Parks gewandelt, die Ruhe in mich verschlungen, viele Zigaretten geraucht, nach Hause telefoniert, viele Pläne geschmiedet und sie konsequent nicht durchgeführt, mit Menschen geredet, traurig gewesen, glücklich gewesen, den Satz "Der Plan vom Glück" als wunderprächtigsten Satz meiner Zeit erkoren, gelesen dass Moskau die größte Stadt Europas ist, was Glasnost und Perestrojka eigentlich waren, wieso Gorbatschov und Jelzin nie miteinander Vodka saufen gehen, viel geträumt, australischen Kaffee in Unmengen in meine Eingeweihde gestürtzt, mich über die absolut niederträchtige Dummheit von COSMOPOLITAN (Die Zeitschrift) aufgeregt und dass man sowas überhaupt verkaufen darf, mit einem Sizilianer bei Wein und Gitarre sehr freie Interpretationen von Celentano und Gipsy Kings zum Besten gegeben, Coldplay bis zum letzten Song auswendig gelernt (ich lern auch gerade im Moment), 2 schwarze Bücher gekauft mit leeren Seiten die sich befüllt fühlen wollen, unglaublich aromatische Gaswolken produziert, die Heimat und einige Österreichs großer Töchter und Söhne vermisst, aus dem so verhassten COSMOPOLITAN eine Seite mit einer swatch Werbung herausgerissen auf der japanische Sumoringer Balett tanzen, meine Kamera gestreichelt, noch keine Frau angefasst, nicht mal einfach so, mich wochenlang gewundert ob da jede Nacht ein Mensch schneeschaufelt (oder ähnliches) bis ich herausgefunden habe dass die Gartensprenkleranlagen auf mein Vordach pinkeln und das so klingt wie Schneeschaufeln, eine Party von australischen Minderjährigen heimgesucht die sich mit Sahnegasdruckflaschen anstatt mit Marihurana und Alkohol zugedröhnt haben und dabei die postpupertäre politische Revolution vom Zaun gebrochen haben (Hasta la Revolution, siempre!), einen USB Stick gekauft auf dem jetzt Maya und Virtools drauf ist was ich dann in der Schule auf den ach doch sooo gut abgesicherten PCs ohne irgendwelche Benutzerrechte trotzdem laufen lassen kann, Der Weg zur aktuellen Hymne erklärt, mindestens 1000 Mal die Fanfare von Jurassic Park genossen um wirklich den vollen Umfang der Schönheit des Stückes zu erfassen (Nicht das Thema, die Originalmusik mit 8 min), australischem TV den Kampf angesagt (Bestes Beispiel: "The greatest looser": Big Brother mit Fetten die abnehmen wollen), meine Optus Karte aufgeladen, maßig Pizza gemampft, 2 ernüchternde Abfuhren erhalten, herausgefunden dass mein Lektor nicht im Vornamen Oliver sondern Murray heisst und Oliver sein Nachname ist, überhaupt festgestellt dass Australier sehr seltsame Namen tragen (Kalpana – bitte was isn das?), bis jetzt nicht wirklich oft gekocht, einen SPAM Mail Krieg im FH Mailverteiler angezettelt, viele Dokumente für die Uni geschrieben, mir bereits erfolgreich 2xSchnupfen und 2xSonnenbrand eingehandelt, viel zu wenig geschlafen bis jetzt, Lokale entdeckt die sauguten White Russian brauen, einer Frau unter den Rock fotografiert (Yeah!), auf allzu dummen Back-To-School Parties und Porno-Parties gewesen (Wobei des war schräg: Nomen est Omen), beobachtet dass australische Banknoten desselben Typs unterschiedlich aussehen (nein kein Verschleiß, die schauen einfach anders aus), wichtige Disskussionen mit einem Amerikaner über Gott Glaube Politik und Nazis geführt, mir schon tausendmal angehört dass ich Deutscher bin (sic!), das eine oder andere Wortwitzchen angebracht, völlig vertrottelt und blind mit Frauen geflirtet, Fast Food gegessen, mich wieder mit Reuben vertragen, schon mal den Unterricht verschlafen, einer Frau (bitte nur einer!) auf den Arsch gekuckt, bis jetzt noch keinen Kapitalabsturz ausgefasst, gelesen dass Stanislav Lem tot ist und die Österreicher nix Besseres zu tun haben als sich über die BAWAG zu streiten, mit einer Kamera auf Hochhäusern herumgeklettert, auf einem Filmfestival gewesen mit UNGLAUBLICH guten internationalen Kurzfilmen (hpts aus Europe), diese komische Sprache schon ein bisschen verinnerlicht, UND AUS.

So jetzt hab ich eigentlich eh a bissal was geschrieben.

"Schreiben Sie nicht, ich werde wieder schreiben" sprach ich.

h1

Polfragen

March 28, 2006

Wo muss man hingehen damit man am Nordpol in den Westen geht?

h1

Perth jetzt!

March 28, 2006

Melde mich erfolgreich zurück. Habe in den letzten Wochen nicht so wirklich daran gedacht, diesen Blog zu füttern, von daher ein ganz schnelles Resume was alles Spannendes in der letzten Folge von Saber Rider und die Star Sheriffs geschah: Alle starben.

Wiederbelebungsversuch wird jetzt aufgenommen.

Also zuerst mal sei angemerkt dass auch mir unausweichlicherweise widerfahren ist was den meisten Auslandsstudenten passiert: der (zumeist) harte Aufschlag auf den Boden der Realität. Vorbei wars plötzlich mit der Urlaubsstimmung, Alltag rein, Österreich sowieso ganz raus. Da hat doch tatsächlich die Uni angefangen, das, warum ich ja verdammt nochmal hier bin. Allerdings wars die ersten Wochen so erfrischend anders dass man von diesem Kurs partou nicht abkommen möchte, die Pflicht aber leider unausweichlich ruft. Von daher Kopf in den Wind und universitäre Schlachtpläne schmieden (Anm. man kann im Englischen leider nicht die Phrase "to forge a plan" benutzen… nichtsdestotrotz habe ich sie mir so sehr angewöhnt dass sie inzwischen in kleinem Stile auch adaptiert wird was mitunter recht amüsement sein kann).

Was zunächst mal noch mehr Bodenverlust war, weil die Uni hier *ein bisschen* anders läuft wie z'Haus. Und dabei ist es gar nicht der Faktor der Selbstorganisation der hier ein bissal höher ist – nein aber man wird erschlagen wenn man in einer vermeintlichen 3-Stunden-die-Woche Vorlesung/Übung sitzt und dann den Assignment Sheet erhält (Also das was im Semester zu machen ist, mindestens). Da wird dann plötzlich in EINEM Kurs davon gesprochen, 5 (!!) Kurzfilme, und das MINDESTENS, zu machen in einer Gruppe von 4 Leuten (und nicht mehr!). Und das war einer von vier Kursen. Da hats ma de Patscherl amal ordentlich aufgestellt.

Zum Glück so auch hier die alte Bauernweisheit: Nix wird so heiß gegessen wie es gekocht wird. Aber wahnsinnig sind sie scho a bissal hier, was von den Studenten verlangt wird. Dafür aber weit weit weit weg von dem was wir an der FH so zusammenbrauen. Unter Video wird hier primär verstanden: Kamera ein, Kamera aus, das wars. Es gibt hier einige Filmleute die ich kennengelernt habe die viel Wert auf gute Arbeit in ihre Werke legen, doch im Gros ist es eher so, dass den Studies so extrem viel Arbeit auferlegt wird dass es gar nicht dazu kommt das da jemand ein Projekt macht, wie ich das "von daheim kenn" – nix mit individuellem interdisziplinärem Gruppenarbeiten sondern Kurs=Gruppe=Werk. Das unter der Präambel dieser Milchmädchenrechnung die Qualität der Ausbildung ganz massiv leidet zeigt sich am Besten daran dass die Studenten in den Abschlußsemestern in dem Kurs advanced Video Production 2 (den ich belegt habe) durchwegs keine Idee davon haben dass man für schöne Bilder zB auch Licht ganz dringend braucht. Oder dass in dem letzten Jahrgang der Unterschied HDV/DV/BETA usw erklärt wird (nicht werden muss, WIRD!) und der Unterschied Online/Offline Schnitt nicht mal als Solcher erkannt wird.

Alles in Allem kann man also sagen, und damit trau ich mir jetzt mal zu behaupten gar nicht zu übertreiben, dass unsere fhische Ausbildung nicht gerade die Schlechteste ist, auch im Vergleich zu anderen Film oder Medienstudenten aus anderen Ländern, die ich hier kennengelernt habe. Allerdings muss man auch anmerken, dass zB ein paar Menschen aus Singapur, die am Campus wohnen, extrem gut drauf sind.

So nachdem Suddern, hier mal eine Kursauflistung was ich hier so treib an der Uni.

1. advanced video production 2.
5 Kurzfilme machen (1xWerbung,1xAnimation,1xshort,1xcompany pr,1xmajor short) – alles auf HDV (hehe) und 16mm. Dazu wöchentliche Theorievorlesungen über Filmtopics (Finanzierung, Genres, blabla) und wöchentliche Assignments (Industry reports usw). prädikat: mäßig wertvoll.

2. game design and production.
Einen Mod für DOOM3 erstellen unter Verwendung von 3ds+radiant. Wöchentliche Theorievorlesung über GD Topics (wie halt GD zhaus), wöchentliche Übung (DOOM3 radiant lernen) und dazu 2 Assignments von denen ich eines schon hinter mir habe – 40 Seiten Konzept für Mod schreiben. Glücklicherweise kann ich für das 2. Assignment an Ratmania weiterarbeiten (Nach einer intensiven Erklärungsstunde mit dem Lektor was Virtools und Maya ist und was wir da zamdrehen). prädikat: sehr wertvoll.

3. feature film scriptwriting.
Ein Skript für einen min. 50 minütigen Spielfilm schreiben. Wöchentliche Theorie mit 3-Akt-Strategie, 13 Punkt Heldenreise, Characterentwicklung, Kategorien, Strategien usw usf. Dazu wöchentliche Übung mit Assignments schreiben (Filmkritiken, Kurzgeschichten adaptieren usw) und eben das "große" Skript weiterentwickeln. Ich denke dass das Skript an dem ich schreibe das Beste ist was mir bis jetzt überhaupt eingefallen ist, ich liebe es sozusagen. prädikat: sehr wertvoll.

4. acting for camera.
Der wunderbare Sprung ins kalte Wasser, ein Schauspielkurs. Wie das vor der Kamera so ist. Ich hatte schon das Vergnügen ein paar Rollen "auszuprobieren", darunter: Zuhälter, Nutte, Besoffener, Lebensbedrohter und Fadisierter. Wöchentliche Übungen, wunderbare Erfahrung, lockert irgendwie a bissal gut auf. prädikat: wertvoll.

Und jetzt beende ich des Dokument und fang a Neues an. The best is yet to come undone.

h1

Photoblog!

March 28, 2006

Kurzerhand – ein paar Fotos rein, blöde Kommentare dazu und schon gibts was zu Schauen.

Foto(171).jpg

MEINS!

IMAG0001.JPG

Und leider auch meins.. Mein Zimmer.

Foto(162).jpg

Nach Kollektivumtrünken.

Foto(257).jpg

Wenn man nur noch Bahnhof versteht.

Foto(266).jpg

Australische Mauer.

Foto(273).jpg

City vom Swan River begutachtet. Enjoyed the Silence.

IMAG0011.JPG

Müder Australianer.

IMAG0016.JPG

Und sein Arm.

IMAG0012.JPG

Kommentar des Tages.

IMAG0008.JPG

McDonalds Toilette in der Innenstadt, mit Spritzen gleich dazu.

IMG_0522.jpg

Campus.

IMAG0031.JPG

Er hat das freiwillig angezogen. George Bush in Uniform.

IMAG0017.JPG

Schienen.

IMAG0044.JPG

Setania aus Brooklyn, NY.

IMAG0048.JPG

Mischmasch. vlnr Schweiz, Sizillien, Japan, Massachusettes.

IMG_0527.jpg

Downtown.